Ratgeber

Eine Notenlese-App für iPad, die deinem MIDI-Keyboard zuhört.

Wer eine Notenlese-App für iPad mit MIDI-Keyboard-Unterstützung sucht, möchte meist zwei Dinge zugleich: einen übersichtlichen digitalen Notenständer für die bereits vorhandenen Noten und eine App, die erkennt, ob tatsächlich der richtige Ton gespielt wurde. Klavia ist für beides gemacht.

Importiere eine PDF- oder MusicXML-Datei, lies sie als sauber gesetzte Notation und verbinde dann ein MIDI-Keyboard über USB oder Bluetooth. Spiele mit, während die App dir folgt.

Zuerst einmal: gut lesbare Noten

Bevor MIDI-Funktionen wichtig werden, muss das Lesen stimmen. Ein iPad auf dem Notenständer ist nur besser als Papier, wenn die Notation mindestens ebenso gut lesbar ist.

  • Echter Notensatz statt Foto. Importierte PDFs werden erkannt und als Vektornotation neu gesetzt. Balken, Schlüssel und Vorzeichen bleiben bei jeder Vergrößerung scharf, statt wie ein Scan beim Aufziehen unscharf zu werden.
  • Layout passend zum Bildschirm. Die Noten passen sich an dein Gerät an, im Hoch- oder Querformat und im hellen oder dunklen Modus.
  • Automatisches Scrollen im Takt der Musik. Bei der Wiedergabe verfolgt ein Cursor die aktuelle Note und die Seite bewegt sich selbst. Beide Hände bleiben an den Tasten.
  • Deine Bibliothek, offline. Alle importierten Stücke werden auf dem Gerät gespeichert und bleiben ohne Verbindung lesbar.
Klavia auf dem iPad mit gesetzten Noten und geöffnetem Tempomenü, BPM-Regler sowie Schaltern für Metronom und Einzählen
Tempo, Metronom und ein Takt Einzählen: die Einstellungen, die du beim Üben tatsächlich brauchst.

Ein MIDI-Keyboard mit dem iPad verbinden

Klavia nimmt MIDI-Eingaben auf zwei Wegen entgegen. Beide sind normale Core-MIDI-Verbindungen, ohne proprietäre Technik oder zusätzliche App dazwischen.

Über USB

Die meisten Digitalpianos und Controller haben einen USB-B-Anschluss „to host“ oder eine normale USB-C-Buchse. Bei einem iPad mit USB-C reicht meist ein USB-C-auf-USB-B-Kabel. Bei einem älteren Lightning-iPad brauchst du den Lightning-auf-USB-Kameraadapter, möglichst die Version mit zusätzlichem Stromanschluss: Manche Keyboards benötigen mehr Strom, als das iPad liefern möchte.

Über Bluetooth

Wenn dein Instrument „Bluetooth MIDI“ unterstützt, kopple es innerhalb einer Bluetooth-MIDI-fähigen App statt in den iOS-Einstellungen. Bluetooth-MIDI-Geräte erscheinen nicht in der gewöhnlichen Geräteliste der Einstellungen. Bluetooth spart Kabel; USB hat etwas weniger Latenz. Zum Üben eignen sich beide.

Auf den Anschluss achten. Eine Buchse mit „USB to Device“ ist für USB-Sticks, nicht für das iPad. Du benötigst „USB to Host“ oder den USB-C-Anschluss des Keyboards.

Gleichzeitig lesen und spielen

Sobald das Keyboard verbunden ist, werden aus einem Dokument deine Übepartner-Noten:

  • Wartemodus. Die nächste Note leuchtet auf, und die Noten warten einfach. Spielst du sie, geht der Cursor weiter. Du kannst keinem Tempo hinterherlaufen. Deshalb lässt sich damit auch ein noch nie gespieltes Stück üben.
  • Getrennte Hände. Übe links allein zur rechten Hand der App oder umgekehrt. Die Noten werden auf ein einzelnes Notensystem neu gesetzt, damit du nicht um die ungespielte Stimme herumlesen musst.
  • Eine Passage wiederholen. Ziehe über einige Takte und spiele sie immer wieder, bis sie gleichmäßig gelingen.
  • Das Tempo einstellen. 100 % entsprechen der Tempoangabe der Noten. Spiele langsamer, ergänze den Metronomklick und steigere dich wieder.
  • Notennamen. Hilfreich beim ersten Lesen eines neuen Stücks und leicht auszuschalten, sobald du sie nicht mehr brauchst.

Ohne Keyboard kann das Mikrofon einspringen

Wenn du auf einem akustischen Klavier übst oder dein Digitalpiano noch kein MIDI hat, kann das Gerätemikrofon einstimmige Melodien für den Wartemodus aufnehmen. Das ist weniger präzise als MIDI; Akkorde und Pedal setzen Grenzen. Für eine Melodie der rechten Hand funktioniert es und braucht überhaupt keine Kabel.

Und wenn gerade kein Instrument vor dir steht, funktioniert alles außer dem Mitspielen weiterhin: lesen, zuhören, Schleifen, Beschriften und Mitverfolgen. Auch abseits der Tasten lässt sich sinnvoll üben.

Fragen

Welche MIDI-Keyboards funktionieren mit Klavia auf dem iPad? ▾
Jedes klassenkonforme USB-MIDI- oder Bluetooth-MIDI-Instrument. Dazu gehören die allermeisten Digitalpianos und Controller. Ein spezieller Treiber oder eine zusätzliche Begleit-App ist nicht erforderlich.
Welches Kabel brauche ich für ein USB-C-iPad? ▾
Meist ein einzelnes USB-C-auf-USB-B-Kabel am „USB to Host“-Anschluss des Keyboards oder USB-C auf USB-C, wenn das Instrument einen solchen Anschluss hat. Beim Lightning-iPad verwende den Lightning-auf-USB-Kameraadapter, möglichst mit zusätzlichem Stromanschluss.
Kann ich eigene PDF-Noten lesen oder nur eine eingebaute Bibliothek? ▾
Deine eigenen. Du kannst deine vorhandenen PDF- und MusicXML-Dateien importieren, zusätzlich zu Klavias wachsendem Katalog gemeinfreier Stücke. Importierte Noten bleiben privat auf deinem Gerät.
Folgt die App mir oder muss ich ihr folgen? ▾
Beides ist möglich. Der Wartemodus folgt dir Note für Note. Wiedergabe und Üben mit fallenden Noten laufen in deinem eingestellten Tempo, von 100 % der Tempoangabe der Noten bis sehr langsam.
Funktioniert die App offline? ▾
Ja, sobald ein Stück importiert ist. Nur die PDF-Erkennung braucht eine Verbindung. Der MusicXML-Import und alles nach dem Import funktionieren offline.

Deine Noten auf dem Notenständer

Lade Klavia herunter, importiere Noten und schließe dein Keyboard an.